Rasen und Wiesen in historischen Gärten und Parkanlagen

13. 06. 201915. 06. 2019

Neues Schloss, Festsaal

Muskauer Schule – Gartendenkmalpflegerische Tagung

Rasen wurde in der barocken Gartenkunst in vielfacher Form verwendet – als Tapis vert und Boulingrin, zur Anlage von Rasenböschungen oder als Ornament im Broderie-Parterre. Im Landschaftsgarten übernehmen Rasen und Wiesen eine dem „Goldgrund alter Heiligenbilder“ vergleichbare Funktion, wie Pückler schrieb. Blühende Wiesen als wesentlicher Bestandteil einer arkadischen Landschaft assoziiert man mit heiterer Stimmung. Auch die Wiesenbewirtschaftung hatte eine nicht zu unterschätzende ökonomische Bedeutung.

So vielfältig wie die Erscheinungsformen sind die historischen Techniken für Anlage und Pflege von Gartenrasen und Parkwiesen, die auch für die heutige Parkpflege von Interesse sind. Anhand von aktuellen Beispielen behandelt die Tagung Themen wie die Zusammensetzung des Saatguts, Methoden der Aussaat oder des Anreicherns von Wiesen mit Blumen, Stauden und Zwiebelpflanzen sowie Möglichkeiten der Beweidung und Anwendung spezifischer Mahdregimes.  Am Beispiel gemeinsamer Projekte von Natur- und Artenschutz und Gartendenkmalpflege wird außerdem gezeigt, wie bestimmte Pflanzen- und dadurch auch bedrohte Insektenarten gefördert werden können.