Geheimnisvolle Uralteichen – bekannte, versteckte und verlorene Baumpersönlichkeiten westlich und östlich der Neiße

12.04.2019 | 15:00 Uhr

Treffpunkt: an der Doppelbrücke

Treff: 15 Uhr/Doppelbrücke

„Wohl dem, dessen Vorfahren ihm hohe Wälder, und einzelnstehende uralte Eichen, diese stolzen Riesen unsres Nordens überlieferten. Er erblicke sie nie ohne Ehrfurcht und Freude, und halte sie hoch wie seinen Augapfel, denn Alles beinahe schafft Geld und Macht, aber kein Crösus, und kein Alexander vermögen die tausendjährige Eiche in ihrer Majestät wiederherzustellen, wenn der arme Tagelöhner sie einmal gefällt hat.“ Fürst Pückler, 1834

Einst standen dies- und jenseits der Neiße inmitten weitläufiger Felder ganze Gruppen jahrhundertealter, knorriger Eichen. Sie bildeten einen wesentlichen Ausgangspunkt für die Gestaltung des Muskauer Parks und inspirierten Pückler zu fantasievollen Namensgebungen. Persönliche Bekanntschaften, germanische Gottheiten oder auch nur eine besondere Gruppierung spiegeln sich in den Bezeichnungen wider. Eine Tradition, die unter den nachfolgenden Besitzern fortgeführt wurde.

Viele Eichen sind längst verschwunden. Nicht wenige haben aber noch Spuren hinterlassen, die es zu entdecken gilt. Und einige Giganten breiten noch heute majestätisch ihre bemoosten Äste aus und haben nichts von ihrer Urtümlichkeit verloren, die schon Fürst Pückler ehrfürchtig innehalten ließ…

Astrid Roscher, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“, führt zu Standorten von sogenannten Uralteichen. Ihre Zeit reicht bis weit vor Pücklers Lebens- und Schaffensphase in Muskau zurück. Vorgestellt werden die bekannten, versteckten und verlorenen Baumpersönlichkeiten während des Spaziergangs westlich und östlich der Neiße.

Dauer etwa drei Stunden, festes Schuhwerk erforderlich
Teilnahmegebühr: 6 €, ermäßigt 3 €


Thematische Parkführung mit Astrid Roscher