Sensationelle Wiederentdeckung!

 

Während der vorbereitenden Recherchen für die dem Wirken des Prinzen Friedrich der Niederlande gewidmete Sonderausstellung „Als Muskau königlich war“ erhielt die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ im Frühjahr 2018 auf der Suche nach möglichen Exponaten von Nachfahren des Prinzen den Hinweis auf die Existenz von zwei mit „Muskau“ beschrifteten Mappen.

Die nachfolgende Inaugenscheinnahme der beiden Schuber brachte dann wahrhaftig die Erkenntnis, dass sich darin 74 Aquarelle des Muskauer Parks, signiert von Carl Graeb, dem populären Berliner Architektur-, Theater-, Dekorations- und Landschaftsmaler, befanden.

Die Beauftragung Carl Graebs mit einer Muskauer Bildserie war bis dato lediglich auf der Grundlage eines erhaltenen Briefes des Prinzen Friedrich an dessen Cousin, den preußischen König Friedrich Wilhelm IV., bekannt. Darüber hinaus gab es lediglich den Nachweis, dass Graeb die Aquarelle im Dezember 1859 dem Berliner Kunstverein präsentierte.

Über die Anzahl der entstandenen Arbeiten und den Verbleib der Werke existierten jedoch bislang keinerlei Kenntnisse – sie galten als verschollen. Die Wiederentdeckung der Muskauer Aquarelle gleicht deshalb einer unglaublichen Sensation für die Muskauer Parkforschung.

Der Landschaftsmaler Carl Graeb und der besondere Wert des Muskau-Konvoluts