Frauen beflügelten Pücklers Geist. Ob Aristokratinnen, Bürgerliche, Künstlerinnen – der erfolgreiche Charmeur pflegte zahlreiche Bekanntschaften. Seine Liebesbriefe ordnete er für den besseren Überblick sogar alphabetisch. Doch wie intensiv waren die Begegnungen? Hat er – oder hat er nicht?
„Eine schöne Frau ist ein Schmuckstück, eine gute Frau ist ein Schatz.“ – Pücklers Reichtum war Lucie von Hardenberg, Ehefrau, Unterstützerin, Lebensgefährtin. In seiner „Schnucke“ fand er eine mütterliche, verständnisvolle Freundin, die ihm seine sexuellen Freiheiten zubilligte. Davon berichtete ihr der Frauenheld Pückler sogar offenherzig und bisweilen grob.
Die Schriftstellerin und Künstlerin Bettina von Arnim faszinierte Pückler mit ihrem scharfen Intellekt. Ihre Seelenverwandtschaft lebten die beiden in einem leidenschaftlichen Briefwechsel aus. Pückler verdankte Bettina viele Anregungen für seinen Landschaftsgarten. Doch die emanzipierte Frau verspielte ihren Kredit, als sie ihn gegen seinen Wunsch in Muskau besuchte. Allzu aufdringlich gestand sie ihm dabei ihre Liebe.
Während seiner Orientreise kaufte Pückler auf dem Sklavenmarkt ein vermutlich 12-jähriges Mädchen, Machbuba. Bald entwickelte er tiefe Gefühle zu der angeblichen Prinzessin. Kaum in Muskau angekommen, starb Machbuba an Schwindsucht. Pücklers Kommentar: „Diese Wesen aus der Wüste können einmal unser Klima nicht vertragen, sie gehen ein, wie Blumen, ohne krank zu sein.“