Nach über 150 Jahren kehrte Hermann Fürst von Pückler-Muskau am 13. September 2008 erfolgreich in sein Schloss in Bad Muskau zurück. Die neue Dauerausstellung würdigt den Schöpfer des Muskauer Parks auf moderne und unterhaltsame Weise.
Mit dem offiziellen Start der Besuchersaison am 27. März 2013 ist die Ausstellung wieder bis zum 31. Oktober 2013 geöffnet, täglich 10-18 Uhr.
Magisches Hör-Herz: Amouröse Geständnisse Pücklers belauschen
Facetten Pücklers
Der Lausitzer Fürst wurde 1785 in Bad Muskau geboren und erlangte Weltruhm als Gartenkünstler und Schriftsteller. Bekannt ist er jedoch auch als Lebemann, Weltreisender und Frauenheld, der sich gerne selbst in Szene setzte. Die Ausstellung wird all diesen Facetten gerecht, ihr Titel „Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!" ist Programm. Im Südflügel des Neuen Schlosses erwartet die Schau ihre Gäste auf zwei Etagen.
Biografisches und Gartenkunst
Der Besucher lernt Pücklers familiäre Wurzeln im gespenstischen Familientheater kennen, begleitet den Fürsten auf seinen Weltreisen, belauscht Liebesgeflüster an interaktiven Hörstationen oder erwirbt am „Liebesbrief-o-mat" einen mit den Worten Pücklers geschriebenen, passenden Brief. Auch der Muskauer Park nimmt innerhalb der Ausstellung großen Raum ein: Im Detail wird Pücklers Vision eines Landschaftsgartens mit der realen Entwicklung vom 19. Jahrhundert bis heute verglichen. Die spannenden Einsichten erlebt der Besucher bei einer spektakulären Kutschfahrt-Simulation und in aufwendigen Animationen.
Neues Schloss in neuem Glanz
Neues Schloss: Pückler-Ausstellung und Tourismuszentrum
Eine weitere Überraschung erwartet die Ausstellungsbesucher: Das Neue Schloss, über 50 Jahre eine Ruine, wurde denkmalgerecht wieder aufgebaut. Ein Brand zerstörte 1945 die gesamte Inneneinrichtung des Gebäudes. Dennoch kann jetzt der staunende Gast das wiederhergestellte Arbeitszimmer Pücklers (das Giebelzimmer) und die rekonstruierten Räume der ehemaligen Arnimschen Bibliothek erleben.
Macher und Partner
Den biografischen Ausstellungsteil bearbeitete der Cottbuser Historiker Siegfried Kohlschmidt, in Eigenregie entwickelte die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" den Part über den Muskauer Landschaftsgarten. Die gestalterische Gesamtkonzeption lag in den Händen der Leipziger Agentur Kocmoc.net. Als deutsch-polnisches Ausstellungszentrum (mit zusätzlichen englischen Info-Texten) wurde das Projekt durch die Europäische Union im Rahmen der Initiative INTERREG III A gefördert und mit Mitteln des Freistaates Sachsen kofinanziert.